1. April: Aprilscherze zum Coronavirus könnten teuer kommen

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Am 1. April werden gerne Falschmeldungen und Scherze verbreitet. Wer über die Coronavirus-Pandemie witzelt, könnte allerdings Probleme bekommen.

Morgen, am 1. April, werden traditionell eigentlich Freunde, Familienangehörige oder sogar Wildfremde in den „April geschickt“. Diverse Scherze machen die Runde, heutzutage werden sie bevorzugt über Online-Plattformen verbreitet. Doch wer die dramatische Corona-Pandemie zum Anlass für (mehr oder weniger lustige) Späße nutzt, könnte sich nicht nur den Unmut anderer zuziehen, sondern es kann auch für ihn selbst teuer werden. Wer behördliche Anweisungen – etwa Ausgangsbeschränkungen – umgeht, muss ohnehin mit Strafen rechnen. Und wer andere mit seinen Scherzen zu potenziell gefährlichen Handlungen verleitet, wird in der angespannten Lage mit Sicherheit mit rechtlichen Folgen rechnen müssen. Rechtsexperten warnen, dass im Moment die Menschen so gar nicht für Aprilscherze empfänglich sein könnten.

Fake News zum 1. April

Fake News sind ja in Krisenzeiten keine Seltenheit – und die Coronakrise verleitet viele Menschen zum Erzeugen und Verbreiten dubioser Nachrichten. Von angeblichen Wundermitteln, die gegen den Virus helfen sollen, über verzerrte Statistiken bis zur Panikmache rund um Blutdruckmedikamente. Damit ist im Prinzip nicht zu scherzen, denn die Unterscheidung zwischen Wahrheit und Mythos ist angesichts der Massen an Meldungen nicht einfach. Und nun könnten Aprilscherze am morgigen Tag ernster genommen werden als sonst.

Aprilscherze: Thailand meint es ernst

In Thailand hat man darauf schon reagiert: Die Regierung hat Scherze am 1. April zum Coronavirus dezidiert verboten – die Lage sei ohnehin schon angespannt genug. In dem Land stehen auf die Erstellung und Verbreitung von Fake News empfindliche Strafen bis hin zu Haftstrafen. Die Behörden werden wohl morgen genau darauf achten. Auch Google hat bereits reagiert: Der klassische Aprilscherz wurde bereits abgesagt.