Airbnb: Abkommen mit IOC verärgert Pariser Behörden

Airbnb: Abkommen mit IOC verärgert Pariser Behörden
Bild von Walkerssk auf Pixabay

Die Bürgermeisterin der Gastgeberstadt der Olympischen Spiele von 2024 hat versprochen, die Website wieder einzubremsen.

Die Pariser Stadtverwaltung reagierte verärgert auf einen so genannten “riskanten” Deal zwischen dem Olympischen Komitee (IOC) und der  Vermietungsfirma Airbnb.

Beamte in der französischen Hauptstadt, die die Sommerspiele 2024 ausrichten wird, beschuldigen Airbnb, einen Mangel an langfristigen Mietobjekten in der Stadt verursacht zu haben, die Mieten in die Höhe getrieben und die Mittelschicht vertrieben zu haben.

“Totale Entschlossenheit” gegen Airbnb

Die Bürgermeisterin, Anne Hidalgo, hat ihre “totale Entschlossenheit” zum Ausdruck gebracht, die Website einzuschränken, und in bestimmten Gegenden von Zentral-Paris mit einem Verbot gedroht.

Die französische Hauptstadt ist mit geschätzten 60.000 Einträgen einer der größten Märkte von Airbnb – 2012 gab es noch lediglich 4.000 Objekte.

Das Unternehmen unterzeichnete am Montag einen neunjährigen Sponsoring-Vertrag mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC).

Hidalgo, die sich im nächsten Jahr einer Wiederwahl zur Bürgermeisterin stellt, hat bereits Maßnahmen ergriffen, die Airbnb-Eigentümer dazu zu zwingen, die Anmietung auf 120 Nächte pro Jahr zu beschränken.

Airbnb-Referendum kommendes Jahr

Jean-François Martins, der stellvertretende Bürgermeister für Sport und Tourismus, sagte, wenn Hidalgo wiedergewählt würde, würde das Rathaus unmittelbar nach den Wahlen im nächsten Jahr ein “Referendum” organisieren.

Die Bewohner von Paris sollen dann “die Bedingungen für die Airbnb-Nutzung” in der Stadt festlegen können.

Joe Gebbia, Mitbegründer von Airbnb, sagte, die IOC-Partnerschaft werde “sicherstellen, dass die Spiele die umfassendsten, zugänglichsten und nachhaltigsten sind, die es bisher gab”.


Share This