Amtsenthebung: Weißes Haus geht in die Offensive

Amtsenthebung: Weißes Haus geht in die Offensive
Photo by David Everett Strickler on Unsplash

Das Weiße Haus griff einen eigenen hochrangigen Beamten an, als er in einer Anhörung zur Amtsenthebung aussagte, ein Anruf des Präsidenten sei “unangemessen” und habe ihn in “Schock” versetzt.

Oberstleutnant Alexander Vindman erklärte gegenüber dem Kongress, Präsident Donald Trump habe dem ukrainischen Präsidenten “unangemessene” politische Forderungen gestellt.

“Ich konnte nicht glauben, was ich hörte”, sagte Vindman.

In den Anhörungen wird untersucht, ob Donald Trump seine Präsidentengewalt missbraucht hat.

Angriffe auf Twitter

Alexander Vindman, ein ausgezeichneter Kriegsveteran aus dem Irak, der eine führende Rolle im Nationalen Sicherheitsrat der USA (NSC) innehat, sagte am Dienstag in seiner Armeeuniform vor dem Repräsentantenhaus aus.

Als er seine Reaktion auf einen Anruf zwischen Präsident Trump und seinem ukrainischen Amtskollegen, Präsident Volodymyr Zelensky, beschrieb, wurde Vindman vom offiziellen Twitter-Account des Weißen Hauses angegriffen. Getwittert wurde unter anderem ein kritisches Zitat, in dem das Urteil des Beamten in Frage gestellt wurde.

Militärhilfe für Untersuchungen?

Die Anhörungen zum Amtsenthebungsverfahren sind ein Versuch der Demokraten festzustellen, ob Trump der Ukraine US-Militärhilfe vorenthalten hat.

Ziel dessen soll, nach Ansicht der Demokraten, gewesen sein, den neuen Führer des Landes, Zelensky, unter Druck zu setzen, eine Korruptionsuntersuchung gegen Joe Biden durchzuführen.

“Es war unangemessen, dass der Präsident eine Untersuchung gegen einen politischen Gegner forderte – insbesondere über eine ausländische Macht”, sagte Vindman noch vor dem Ausschuss.

Sollte der Präsident im Repräsentantenhaus mit einer Mehrheit beschuldigt werden, droht ihm ein Prozess im Senat, der ihn aus dem Amt entlassen könnte. Das gilt jedoch als äußerst unwahrscheinlich, da die Kammer von den Republikanern kontrolliert wird.


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