Angela Merkel deutet Reform für Ausweitung der Frauenquote an

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Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich für eine Ausweitung der Frauenquote in Dax-Unternehmen einsetzen, Gespräche laufen.

Sie sei mit der zuständigen Ministerin dazu im Gespräch, sagte Merkel am Mittwoch im Bundestag in Berlin. Frauenministerin Franziska Giffey hatte zu dem Thema unlängst einen Vorschlag vorgelegt, verantwortlich ist aber auch Justizministerin Christine Lambrecht (beide SPD).

„Ich halte es für absolut unzureichend, dass es immer noch börsennotierte Unternehmen gibt, in denen nicht eine einzige Frau im Vorstand sitzt. Das ist ein Zustand, den kann man nicht vernünftig finden.“ Auch bei der Einführung einer Frauenquote für Aufsichtsräten in Dax-Unternehmen habe man genügend Kandidatinnen gefunden.

Kein genauer Zeitplan

Merkel wollte sich nicht festlegen, wann die große Koalition eine Einigung finden werde. Sie brauche noch etwas Zeit. „Aber ich kenne meine Grenzen der Amtszeit“, sagte sie in Anspielung auf ihre Ankündigung, 2021 nicht erneut bei den Bundestagswahlen anzutreten.

Giffey hatte eine gesetzliche Quote für einen Mindestanteil von Frauen in bestimmten Unternehmensvorständen vorgeschlagen. Danach soll der Vorstand eines börsennotierten und zugleich paritätisch mitbestimmten Unternehmens künftig mit wenigstens einer Frau besetzt sein, wenn er mehr als drei Mitglieder hat.

Sie will zudem die seit 2015 vorgeschriebene 30-Prozent-Quote für Frauen in bestimmten Aufsichtsräten von bisher gut 100 auf rund 600 Unternehmen der Privatwirtschaft ausdehnen. Inkrafttreten sollen die neuen Vorschriften zum 1. Mai 2021.

(Reuters)