Arbeitsamt: So viele Deutsche werden im April arbeitslos gemeldet

Bild von Wilfried Pohnke auf Pixabay

Die örtlichen Niederlassungen der Bundesagentur für Arbeit (BA) erwarten deutlich steigende Arbeitslosenzahlen und sinkende Beschäftigung als Folge der Coronavirus-Krise.

„Kurzarbeit wird zwar viele Jobs retten, aber dennoch erwarten die Arbeitsagenturen in den nächsten Monaten eine stark steigende Arbeitslosigkeit“, sagte Enzo Weber vom BA-Forschungsinstitut IAB am Dienstag. In der monatlichen Umfrage unter den bundesweit 156 Arbeitsagenturen sei die Vorhersage zur saisonbereinigten Arbeitslosigkeit in den nächsten drei Monaten noch mal deutlich schlechter geworden.

Zugleich habe die Beschäftigungskomponente des IAB-Arbeitsmarktbarometers deutlich verloren und signalisiere nun mit einem Wert unter 100 einen Beschäftigungsrückgang.

„Trend abrupt unterbrochen“

„Zehn Jahre lang ging es mit der Beschäftigung in Deutschland steil bergauf“, sagte Weber. „Dieser Trend wurde jetzt abrupt unterbrochen.“ Die Bundesagentur legt am Donnerstag die Arbeitsmarktzahlen für April vor. BA-Chef Detlef Scheele äußerte Ende März die Erwartung, dass es im April trotz Kurzarbeit bis zu 200.000 Arbeitslose mehr geben werde.

Die Arbeitslosenzahl von gut 2,3 Millionen im März hatte die Krise noch kaum abgebildet: Die Viruskrise verschärfte sich erst nach dem Zähltag der Arbeitslosen. In diesem Monat wurden die Arbeitslosen am Stichtag 14. April gezählt, als die Eindämmungsmaßnahmen mit Schul- und Geschäftsschließungen voll in Kraft waren.

(Reuters)