“Auch in Krisenzeiten”: Horst Seehofer lässt rechtsextreme Reichsbürger verbieten

“Auch in Krisenzeiten”: Horst Seehofer lässt rechtsextreme Reichsbürger verbieten
Attribution: Foto: Michael Lucan, Lizenz: CC-BY-SA 3.0 de

Der deutsche Innenminister Horst Seehofer hat es sich auch in Zeiten des Coronavirus zur Aufgabe gemacht, Rechtsextremismus in Deutschland zu bekämpfen.

Auch in Zeiten, in denen das Coronavirus das gesamte Land lähmt, hält der deutsche Innenminister Horst Seehofer seinen Kampf gegen Rechtsextremismus und rechtsextreme Gruppen aufrecht. Das zeigt auch jener Schritt, der am Donnerstag getätigt wurde.

Razzien bei Reichsbürgern

Auf Anordnung Seehofers wurden nämlich Razzien in zehn Bundesländern bei sogenannten “Reichsbürgern” durchgeführt. Bei 21 führenden Köpfen der Gruppe “Geeinte Deutsche Völker und Stämme” klingelten in den frühen Morgenstunden Polizeikommandos und durchsuchten private Räumlichkeiten.

Nach den Razzien folgte der nächste Schritt des Innenministers. Die genannte Gruppierung wurde offiziell verboten – erstmals gibt es damit ein Verbot von Reichsbürgern. Seehofer betonte, dass “auch in Krisenzeiten kein Millimeter Platz für Rassismus und Antisemitismus” besteht.

Deutschlandweit zählen laut Verfassungsschutz rund 19.000 Menschen zu den Reichsbürgern, die die Legitimität der deutschen Bundesrepublik anzweifeln und rassistisches bzw. antisemitisches Gedankengut verbreiten.


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