Aufregung um Privatjet-Flüge zum Weltwirtschaftsforum

Aufregung um Privatjet-Flüge zum Weltwirtschaftsforum
Photo by Chris Leipelt on Unsplash

Beim Weltwirtschaftsforum, das am Dienstag in Davos startet, steht der Kampf gegen den Klimawandel im Mittelpunkt. Doch Politiker und Superreiche reisen ausgerechnet mit Privatjets dorthin.

Dass die Menschen für den Klimawandel, wie wir ihn derzeit erleben, verantwortlich sind, wird von seriösen Forschern längst nicht mehr angezweifelt – so gut wie alle wissenschaftlichen Fakten sprechen dafür. Daher ist es auch kein Wunder, dass bei wichtigen Konferenzen der Kampf gegen diesen Klimawandel derzeit ein wichtiges Thema ist – so auch beim Weltwirtschaftsforum (WEF-Forum), das von 21. bis 24. Jänner in Davos (Schweiz) über die Bühne gehen wird. Umso erstaunlicher aber die Tatsache, dass ausgerechnet jene Personen, die dort über CO2-Emissionen und Abbau fossiler Energie diskutieren werden, oftmals mit dem Privatjet landen.

Im Privatjet zur Klimadebatte

Medienberichte aus den USA und der Schweiz rechnen damit, dass nicht weniger als 1500 Privatjet-Landungen in den nächsten Tagen zu verzeichnen sein werden. Gelten schon reguläre Linienflüge als nicht gerade klimafreundlich, sind Reisen im Privatjet so etwas wie das Killerargument für jede Umweltdiskussion: In den Fliegern werden außer der Mini-Crew ja meistens nur wenige Personen (oft überhaupt nur ein Passagier) befördert.

Trump, Merkel, Kurz und Thunberg

In Davos werden neben dem österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz und der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel unter anderem US-Präsident Donald Trump und die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg erwartet – sie will wie schon 2019 eine Brandrede halten, um den Politikern und Wirtschaftsleuten die Folgen des Klimawandels bewusst zu machen. Während Thunberg wohl eher mit der Bahn anreisen wird, werden vor allem die Business-Milliardäre lieber mit ihrem Privatjet nach Davos kommen. Insgesamt dürften rund 120 Milliardäre in die Schweiz reisen, unter anderem Ray Dalio, Chef des berühmt-berüchtigten Hedgefonds-Unternehmens Bridgewater,


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