BP-Aktien fallen nach Ankündigung von 3 Milliarden Dollar Verlust durch Raffinerieprobleme

BP Öl bohrinsel
Vierfeld

BP-Aktien fallen, da Energieunternehmen mit enormen Abschreibungen auf deutsche Anlage rechnet

BP bereitet sich darauf vor, in den Ergebnissen für April bis Juni einen Verlust von fast 3 Milliarden Dollar (2,3 Milliarden Pfund) zu verbuchen, da die geringere Nachfrage nach Kraftstoffen zu Problemen im Raffineriegeschäft des Unternehmens führt.

Der Ölkonzern warnte Investoren, dass „deutlich niedrigere realisierte Raffineriemargen“ die Gewinne des Quartals um 500 bis 700 Millionen Dollar schmälern könnten.

Zusätzlich erwartet BP eine Abschreibung von 2 Milliarden Dollar aufgrund eines Plans, die Raffinerieoperationen in der Gelsenkirchener Raffinerie in Deutschland ab dem nächsten Jahr um ein Drittel zu reduzieren, um auf die schwächere Nachfrage zu reagieren.

BP-Aktien fallen um mehr als 3,5%

Der drohende finanzielle Schlag erfolgt inmitten breiterer Herausforderungen für das globale Raffineriegeschäft. Das US-Ölunternehmen ExxonMobil warnte diese Woche Investoren, dass niedrigere Raffineriemargen den Gewinn im zweiten Quartal um 1,1 bis 1,5 Milliarden Dollar beeinträchtigen würden.

BP fügte hinzu, dass das Ölhandelsgeschäft „voraussichtlich schwach“ sein wird, während das Gasgeschäft „durchschnittlich“ abschneiden wird. Diese Meldung führte dazu, dass BP-Aktien am Dienstagmorgen um mehr als 3,5% auf 457,76 Pence pro Aktie fielen.

Am Montag wurde berichtet, dass der ehemalige, entlassene CEO des Unternehmens, Bernard Looney, in den Vereinigten Arabischen Emiraten hochrangige Persönlichkeiten getroffen hat, um private Equity-Investitionen zur Finanzierung eines neuen Ölprojekts zu sichern.

Looney wurde letztes Jahr aus dem Unternehmen entlassen, weil er dem Vorstand seine Beziehungen zu Kollegen nicht offengelegt hatte.

Berichten zufolge hat der Ire Gespräche mit Sultan al-Jaber, dem Leiter der Abu Dhabi National Oil Company, und mit Sheikh Tahnoon bin Zayed al-Nahyan, dem einflussreichen nationalen Sicherheitsberater und Geschäftsmann der VAE, geführt, so die Financial Times.