„Brandstifter im Saal“: Ramelow verweigert Höcke den Handschlag

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Bodo Ramelow wurde unter der Woche im dritten Anlauf zum neuen Ministerpräsidenten von Thüringen gewählt – direkt gab es Aufregung.

Die Wahl ist geschlagen: Thüringen hat einen neuen Ministerpräsidenten. Am Mittwoch wurde Bodo Ramelow also endgültig zum neuen (alten) mächtigsten Mann des Bundeslandes gewählt – in einer wahren Marathonabstimmung.

In den ersten beiden Wahlgängen verpasste Ramelow nämlich die notwendige absolute Mehrheit, im dritten Wahlgang reichte dann die einfache Mehrheit um ihn ins Amt zu heben.

Kein Handschlag mit Höcke

Die nächste Aufregung in der Polit-Landschaft Thüringens ließ aber auch nach der Wahl nicht lange auf sich warten. Bodo Ramelow von der Linkspartei trat bekanntermaßen gegen Björn Höcke von der Alternative für Deutschland an. Dass Die Linke und die AfD nicht das beste Verhältnis haben, ist klar, als Höcke Ramelow jedoch zum Wahlsieg gratulieren wollte, verweigerte dieser den Handschlag.

Höcke drehte schließlich ohne Handschlag um und begab sich zurück auf seinen Abgeordnetenplatz. Ramelow rechtfertigte sein Verhalten später damit, dass er Björn Höcke erst die Hand geben könnte, wenn die AfD „die Demokratie nicht mehr mit Füßen tritt“. Außerdem bezeichnete er die Rechtspartei als „Brandstifter im Saal“ und spielte damit auch noch einmal auf die vorigen chaotischen Ministerpräsidentenwahlen (wir berichteten).