Brexit: Boris Johnson verzichtet auf Big Ben-Läuten

Brexit: Boris Johnson verzichtet auf Big Ben-Läuten
Bild von Tasos Lekkas auf Pixabay

Der britische Premierminister wollte zum Austritt seines Landes aus der EU das Londoner Wahrzeichen läuten lassen – daraus wird nun nichts.

Ein Paukenschlag war der Wunsch Großbritanniens, die EU zu verlassen – doch seither haben die wiederholten Bemühungen, diesen Austritt einigermaßen zivilisiert zu zelebrieren, das Interesse am Brexit nachhaltig abflauen lassen. Nach dem Wahlsieg des Populisten Boris Johnson ist jedenfalls sicher, dass sich die Wege der EU und Großbritanniens trennen. Dabei hatte Johnson, niemals verlegen um einen medialen Gag, die Idee zu einem “Big Ben Bong”: Anlässlich des Austritts sollte dieses Londoner Wahrzeichen am 31. Jänner läuten und damit das Symbol für eine neue Ära in der britischen Geschichte sein.

Big Ben wird restauriert

Das wäre leichter gesagt als getan, schließlich ist Big Ben derzeit wegen Renovierungsarbeiten in ein Gerüst gehüllt. Johnson wollte aber, dass seine Landsleute für das Brexit-Läuten zahlen und hatte die Idee zu einer Spendenkampagne. Daraus wird nun nichts: Wie der Premier soeben bekannt gegeben hat, verzichtet er auf die Big-Ben-Feierstunde.

Teure Aktion für den Brexit

Ausschlaggebend war wohl die Empörung, dass für die Aktion rund eine halbe Million Pfund nötig gewesen wären (rund 580.000 Euro) – das Geld könnte anderweitig sicher besser verwendet werden, merkten britische Medien zynisch an. Big Ben ist derzeit wegen der Umbauarbeiten nur zu Silvester und am Remembrance Day im Einsatz.


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