Brexit: Reisen wird für Briten schwieriger

Brexit: Reisen wird für Briten schwieriger
Photo by Fred Moon on Unsplash

Nach dem Austritt aus der EU kommen auf die Briten einige Unannehmlichkeiten beim Reisen zu – etwa strengere Kontrollen und höhere Roaming-Gebühren.

Ab dem 1. Jänner 2021 ändert sich für Briten beim Reisen einiges – und es wird nicht leichter. Wenn sie ab dann in EU-Länder, in die Schweiz, Norwegen, Island oder Liechtenstein reisen wollen, gelten die bisherigen Erleichterungen nicht mehr. Die britische Regierung warnt bereits, dass unter anderem Reisepässe noch 6 Monate gültig sein müssen und auch nicht älter als 10 Jahre sein dürfen. Außerdem können britische Staatsbürger ab dann nicht mehr in den Genuss einer Krankenversicherung kommen. Wenn sie im EU-Ausland mit dem Auto unterwegs sind, genügt nicht mehr der britische Führerschein, es könnte eine internationale Fahrerlaubnis verlangt werden.

Hürden für Studierende

Der Grund dafür ist logischerweise der Brexit. Dieser Austritt aus der EU wird schon am 31. Jänner 2020 vollzogen, doch bis Ende des Jahres gilt für Reise noch eine Übergangsregelung. Danach werden Briten zwar auch kein Visum für die EU benötigen, allerdings dürfen sie maximal 90 Tage bleiben. Für Studierende oder für längere Aufenthalte werden allerdings strengere Regeln gelten. Derzeit wird verhandelt, ob es auch nach 2021 Erleichterungen beim Reisen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich geben soll – angedacht ist eine Art einheitliches “Travel System”.

Roaming wird teurer

Weniger positiv könnte es für Briten auf Reisen in der EU sein, dass sich die einheitlichen Roaming-Vorschriften und -Tarife fürs Telefonieren und Internet-Surfen ab Anfang 2021 erledigt haben. Dann könnten sie auf Reisen in Europa wieder deutlich mehr zahlen; allerdings will die britische Regierung ein neues Gesetz erlassen, wonach man bei Roaming-Ausgaben von mehr als 45 Pfund gewarnt werden muss.

Im Gegenzug wird auch das Reisen für EU-Bürger nach London, Brighton und andere britische Destinationen ab 2021 schwieriger – es ist mit strengeren und genaueren Grenzkontrollen zu rechnen; auch das Telefonieren dürfte teurer werden.


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