Bundesliga: Die große Angst vor der Pleitewelle

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Viele Vereine der Deutschen Bundesliga fürchten wegen der Coronakrise um ihr Weiterbestehen. Nun will die DFL helfen.

Die Fußball-Bundesliga macht sich wegen der Einnahmeausfälle im Zuge der Corona-Pandemie auf Pleiten von Vereinen gefasst. Der Abzug von neun Punkten, der bisher fällig wird, wenn Klubs der 1. und 2. Bundesliga Insolvenz anmelden, werde für die laufende Saison ausgesetzt, sagte der Geschäftsführer der Deutschen Fußball-Liga (DFL), Christian Seifert, am Dienstag nach einer Mitgliederversammlung in Frankfurt. „Sämtliche Entscheidungen sollen auf sportlichem Weg zustande kommen.“ Auch in der Saison 2020/21 sollten in diesem Fall nur drei Punkte abgezogen werden. Je mehr Punkte ein Verein hat, desto weiter vorne landet er in der Tabelle. Die Liquiditätsprüfung bei der Vergabe der Lizenzen für 2020/21 werde ausgesetzt, sagte Seifert.

Bundesliga plant Geisterspiele

Die DFL will die wegen der Pandemie Mitte März unterbrochene Saison im Mai – voraussichtlich mit Geisterspielen – fortsetzen und möglichst bis Ende Juni abschließen, vielleicht auch erst im Juli. „Wir freuen uns, den Menschen ein kleines Stück Normalität zurückzubringen“, sagte Seifert. „Mindestens bis zum Ende der Saison ist es unrealistisch, vor vollen Stadien zu spielen.“ Wenn die Saison abgebrochen werden müsste und die Gelder für die Fernsehübertragungen nicht flössen, kämen einige Vereine im Mai und andere im Juni in existenzbedrohende Situationen, warnte der DFL-Chef. (Reuters)