Corona-Krise: Deutschland denkt über allgemeine Dienstpflicht nach

Corona-Krise: Deutschland denkt über allgemeine Dienstpflicht nach
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In Deutschland wird derzeit im Angesicht der Krise um das Coronavirus wieder heftig über die Einführung einer allgemeinen Dienstpflicht gestritten.

Die Kommunalpolitische Vereinigung der Union (KPV) fordert die Einführung einer allgemeinen Dienstpflicht. “Da wir das Corona-Virus nicht kurzfristig aufhalten können, müssen wir lernen, damit zu leben”, erklärt der KPV-Vorsitzende Christian Haase.

Man brauche mehr Personal für Risikogruppen wie ältere Mitmenschen und chronisch Kranke. “Diese historische Aufgabe können wir nur mit vereinten Kräften meistern. Es ist Zeit, über die Einführung einer allgemeinen Dienstpflicht zu sprechen”, fügt er hinzu. In der KPV sind rund 75.000 lokale Mandatsträger von CDU und CSU organisiert. CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hatte im vergangenen Jahr eine Dienstpflicht vorgeschlagen.

Rezession in Deutschland

Das Bundeswirtschaftsministerium rechnet wegen der Corona-Krise mit einer schweren Rezession in Deutschland. Das Bruttoinlandsprodukt könnte in diesem Jahr stärker schrumpfen als während der Finanzkrise 2009, sagt Wirtschaftsminister Peter Altmaier in Berlin. Damals war die Wirtschaft um 5,7 Prozent eingebrochen.

(Reuters)


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