Corona-Krise: So viel Geld wird für Europas Wiederaufbau benötigt

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Die Corona-Krise hat nicht nur soziale und gesundheitliche Auswirkungen, sondern greift auch wirtschaftlich massiv in das alltägliche Leben ein.

Wegen der verheerenden wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie könnten für den Wiederaufbau in Europa rund 1,6 Billionen Euro benötigt werden.

Das sagte EU-Industriekommissar Thierry Breton am Dienstag dem französischen Sender BFM TV. Zusammen mit Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni arbeite er einem Hilfspaket in dieser Größenordnung. Das würde rund zehn Prozent der EU-Wirtschaftsleistung entsprechen.

Wie sich der Wiederaufbaufonds finanzieren soll, ist in Europa aber umstritten. Mehrere Länder fordern gemeinsame Anleihen, andere wollen dafür den künftigen Mittelfrist-Haushalt nutzen.

Kleineren Unternehmen helfen

Breton ergänzte, oberste Priorität sei es, kleineren und mittelständischen Unternehmen unter die Arme zu greifen. Größere Hilfen seien zudem für die am Boden liegende Tourismusbranche nötig.

Dem Binnenmarkt und dem freien Grenzverkehr in Europa drohen Breton zufolge noch für Monate starke Einschränkungen. Er gehe davon aus, dass die Grenzen im Schengen-Raum im Kampf gegen das Virus auch im Sommer weitgehend geschlossen bleiben werden.

(Reuters)