Coronavirus: China kritisiert Panikmache anderer Länder

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Das rigorose Vorgehen von Staaten wie den USA oder Russland gegen eine Ausbreitung des Coronavirus löst in China Empörung aus.

Rund 360 Tote bei rund 17.000 Infizierten melden die chinesischen Gesundheitsbehörden derzeit in Sachen Coronavirus (Stand Montag mittags). Damit sind an der Krankheit bereits mehr Menschen gestorben als durch die Lungenkrankheit SARS, die 2003die Welt in Atem hielt. In vielen Ländern wurden Flüge nach China gestrichen, so fliegen derzeit unter anderem Lufthansa und die österreichische Fluggesellschaft AUA nicht in das Land. Der gefährliche Virus war zuerst in der Stadt Wuhan in der Provinz Hubei ausgebrochen.

China attackiert die USA

Indes gibt es auch politische Verstimmung im Zuge der Bekämpfungsmaßnahmen: China kritisiert nämlich vor allem die USA, die Chinesen nicht mehr einreisen lässt. Diese Reaktion sei überzogen nicht hilfreich beim Kampf gegen eine drohende weltweite Epidemie. Andere Länder sollten besser konstruktiv mitarbeiten, um die Krankheit zu besiegen. Auch Russland lässt die Säbel rasseln: Ausländern, die mit dem Coronavirus angesteckt sind, müssen das Land sofort verlassen.

WHO ruft zur Ruhe auf

Auch WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus  hat gemeint, dass „unnötige Reiseverbote“ wenig beitragen, um die Ausbreitung zu verhindern. Noch könne genug getan werden, um eine Ansteckung in anderen Staaten zu verhindern – trotz der weltweiten Vernetzung der Verkehrswege. In 23 Ländern außerhalb Chinas wurden bisher rund 150 Fälle bestätigt. Inzwischen geht die fieberhafte Suche nach einer wirksamen Therapie weiter; auch deutsche Forschungsunternehmen beteiligen sich daran.