Coronavirus: Deshalb ist die Sterblichkeit in Deutschland so niedrig

Coronavirus: Deshalb ist die Sterblichkeit in Deutschland so niedrig

Sterblichkeitsraten zwischen 4% und sogar 10% vernimmt man, wenn man sich die Zahlen zur Corona-Krise ansieht – in Deutschland ist das anders.

In Italien sind über 60.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, über 6.000 starben. Rechnet man das schnell durch, macht das eine Sterblichkeit von fast 10%. Zugegeben: Die Dunkelziffer der Infizierten ist wohl viel, viel größer, was auch die Sterblichkeitsrate dann senken würde – aber so stehen die offiziellen Zahlen.

In China ein ähnliches Bild: In Hubei, jener Provinz wo das Virus wohl herkommt, liegt die Sterblichkeitsrate bei über 4%, also viermal so hoch wie bei der herkömmlichen Grippe. Nun stellt sich die Frage, wie die Situation in Europa, also beispielsweise in Deutschland ist.

0,5% in Deutschland

In Deutschland liegt die Sterblichkeitsrate bei derzeit über 36.500 Infizierten und 198 Toten bei etwas über 0,5%. Das wäre deutlich niedriger als bei der herkömmlichen Grippe. Das Robert-Koch-Institut, die Experten in dieser Krisensituation, die auch von der Bundesregierung regelmäßig befragt werden, glauben eine Erklärung dafür zu haben.

“Wir haben erst damit begonnen, Corona zu bekämpfen”, sagt einer der Experten vom Robert-Koch-Institut. Bedeutet: Der große Ausbruch wird in Deutschland erst kommen. Dennoch sagt man: “Es ist völlig offen, wie es sich weiterentwickelt.” Das heißt es gibt die Möglichkeit, dass Zustände wie in Italien herrschen, genauso wie ein besonders milder Verlauf in Deutschland.


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