Coronavirus: Deutsche Regierung will Handydaten der Bürger verwenden

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Die deutsche Bundesregierung sucht nach Mitteln, um die Ausbreitung des Coronavirus zu bekämpfen – Handydaten sollten eigentlich helfen.

Ausgangssperren, Geschäftsschließungen und gestrichener Schulbetrieb – all diese Maßnahmen kommen auch für die deutsche Regierung in Frage, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu bekämpfen. Weitere Schritte sollen Folgen, diese müssen jedoch rechtlich gedeckt sein.

In Österreich werden, nach Anordnung von Sebastian Kurz, bereits Handydaten verwendet (wir berichteten). Sie sollen zeigen, ob die Menschen mit Ausgangssperren auch wirklich daheim bleiben.

Verwendung von Handydaten erlaubt?

Ein wichtiger Faktor beim Erstellen von Ausgangsprofilen und bei der Überwachung der verhängten Ausgangssperren einiger Bundesländer soll dabei die Verwertung von Handydaten sein.

Die deutsche Bundesregierung will von Mobilfunkbetreibern Standorte von Bürger abfragen können – und damit dann Bewegungsprofile erstellen. Das soll mit Funkzellenabfragen funktionieren und auch die Ermittlung möglicher Kontaktpersonen von Infizierten erleichtern.

Besonders Gesundheitsminister Jens Spahn von der CDU beharrt auf diese Methode. Nach heftiger Kritik in Fragen des Datenschutzes und der Überwachung des Bürgers, wurde der Passus zur Verwendung von Handydaten jedoch vorerst aus dem Maßnahmenpaket entfernt. Ganz vorbei dürften die Bestrebungen aber nicht sein.