Coronavirus: Herrscht in österreichischem Skiort schon Herdenimmunität?

Coronavirus: Herrscht in österreichischem Skiort schon Herdenimmunität?
Bild von rottonara auf Pixabay

Es ist ein Begriff, der die Strategien rund um das Coronavirus stets begleitet: “Herdenimmunität”. Genau diese könnte in Ischgl im österreichischen Tirol schon gegeben sein.

Der österreichische Skiort Ischgl in Tirol ist wohl die “Drehscheibe” für das Coronavirus in Europa. Hunderte, wenn nicht sogar tausende, Urlauber dürften sich im beliebten Winterurlaubsziel angesteckt haben. Die Gründe sind hinlänglich bekannt: Die Behörden in Tirol haben zu spät reagiert, die Skiparty ging trotz erster Fälle noch tagelang weiter – ein schweres Versagen.

Nun gibt es bereits erste Sammelklagen gegen das österreichische Bundesland und die Behörden von Personen, die sich nachweislich in Ischgl infiziert hatten. Die medizinische Universität Innsbruck startet unterdessen mit den ersten Antikörper-Tests Österreichs – ebenfalls in Ischgl.

Herdenimmunität gegeben?

Dabei können wichtige Fragen geklärt werden. Der Antikörper-Test kann nämlich feststellen, ob eine Person jemals mit dem Coronavirus infiziert war. 300 solcher Tests sollen in einer ersten Phase in Ischgl durchgeführt werden. Experten glauben, dass in dem Skiort bereits über 50% der Bevölkerung infiziert war – das würde eine Herdenimmunität bedeuten.

In einer weiteren Phase könnten dann 2000 weitere Tests der Uni in Innsbruck durchgeführt werden. Die Antikörper-Tests sind vor allem für eine genaue statistische Erfassung und Prognosen essenziell notwendig.


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