Coronavirus: Langsamerer Anstieg bei Corona-Opfern in Spanien nährt Hoffnung

Coronavirus: Langsamerer Anstieg bei Corona-Opfern in Spanien nährt Hoffnung
Quelle: Efraimstochter/Pixabay.de

In Spanien ist die Zahl der am Coronavirus gestorbenen Patienten den vierten Tag in Folge langsamer gestiegen.

In dem Land, das nach Italien weltweit die meisten Todesopfer zu beklagen hat, nährt das die Hoffnung, der Höhepunkt der Epidemie könnte erreicht, wenn nicht gar überschritten sein. “Wir beobachten, dass sich das Ausbreitung der Pandemie in fast jeder Region verlangsamt”, sagte Maria Jose Sierra, Vize-Vorsitzende des Notfallkomitees, am Montag.

135.32 bestätigte Infektionsfälle

Diese Entwicklung wolle die Regierung festigen, sagte Gesundheitsminister Salvador Illa. Sein Ministerium teilte mit, binnen 24 Stunden seien 637 Menschen einer Ansteckung mit dem Virus erlegen. Das sei ein Anstieg von fünf Prozent – nur halb so stark wie eine Woche zuvor. Insgesamt starben bislang 13.055 Menschen. 135.032 Infektionsfälle sind bestätigt, nach 130.759 am Sonntag. Am Donnerstag waren noch 950 Tote und 8100 Neuinfektionen gemeldet worden.

“Wir bereiten uns auf eine De-Eskalation vor”, sagte Außenministerin Arancha Gonzalez dem Fernsehsender Antena 3. Für die Behörden sei es notwendig zu wissen, wer sich angesteckt habe. Sei das bekannt, könnten die Ausgehbeschränkungen für die Bevölkerung schrittweise aufgehoben werden. Bislang seien nur diejenigen getestet worden, die sich angesteckt hätten oder bei denen der Verdacht darauf bestehe, sagte Gonzalez. Nun werde man sich auf die breite Bevölkerung konzentrieren und versuchen, diejenigen zu finden, die zwar keine Symptome zeigten, aber dennoch das Virus in sich trügen.

Öffentliche Leben liegt seit 14. März still

Seit dem 14. März liegt das öffentliche Leben in Spanien brach. Die Straßen sind leer, die meisten Geschäfte geschlossen. Alle Beschäftigten, deren Arbeit nicht zwingend notwendig ist, müssen zu Hause bleiben. Am Wochenende hatte Ministerpräsident Pedro Sanchez erklärt, diese Maßnahmen blieben bis zum 26. April bestehen. Allerdings hat er auch gesagt, es könne unter Umständen nach Ostern einige Erleichterungen geben – zum Beispiel für die Beschäftigten. Die Bars, Restaurants und Geschäfte würden aber geschlossen bleiben.

Ein weiteres positives Signal gab es am Montag Katalonien, wo mehr als hundert Menschen der vom Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 erlagen. In Igualada und drei weiteren Städten wurden die Straßenkontrollen aufgehoben.

Reuters


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