Coronavirus: Starker Absatzeinbruch bei BMW

Coronavirus: Starker Absatzeinbruch bei BMW
Bild von Pexels auf Pixabay

BMW hat infolge der Coronakrise im ersten Quartal weltweit ein Fünftel weniger Autos verkauft als im vergangenen Jahr. Der Absatz des Konzerns brach um 20,6 Prozent auf 477.111 Fahrzeuge ein, wie BMW am Montag mitteilte. Am stärksten war der Rückgang in China, wo die Pandemie ausgebrochen war und Teile der Wirtschaft als erstes lahmgelegt hatte. In dem weltweit größten Automarkt schrumpften die Verkaufszahl im Zeitraum Januar bis März um 30,9 Prozent auf 116.452 Fahrzeuge. In Europa betrug der Rückgang 18,3 Prozent, in den USA 17,4 Prozent.

Lichtblicke machte BMW-Vertriebschef Pieter Nota in China und auf dem Markt für Elektrofahrzeuge aus. “In China sehen wir mit einem starken Auftragseingang die ersten Anzeichen einer Erholung”, sagte er. Die Trendwende im März deute auf eine nachhaltige Erholung des Marktes hin. Auch in Südkorea sei die Entwicklung positiv.

80 Prozent der Autohäuser in Europa geschlossen

Anders als die Zahl der Autos mit reinen Verbrennungsmotoren stieg die Zahl der teil- und vollelektrischen Wagen. BMW verkaufte im ersten Quartal weltweit 30.692 elektrifizierte Fahrzeuge, 13,9 Prozent mehr als im Vorjahr. “Damit sind wir auch auf Kurs, die CO2-Zielwerte der EU zu erreichen”, erklärte Nota. Während in der Branche zuletzt Stimmen laut geworden waren, die in diesem Jahr erstmals geltenden Grenzwerte für die CO2-Emissionen der Neuwagenflotte auszusetzen, sieht BMW dem Vertriebschef zufolge keine Notwendigkeit dafür.

Die Branche hatte zuletzt bereits aus mehrereren Weltregionen Absatzeinbrüche gemeldet. Während die Produktion mehrerer Hersteller in Europa und den USA darniederliegt, ist die Fertigung in China wieder angelaufen. BMW macht einen Neustart in Europa und den USA von der Lage bei den Händlern abhängig. Das Produktionsvolumen werde flexibel der Nachfrage angepasst, erklärte Nota. In Europa seien rund 80 Prozent der Verkaufsstellen geschlossen, in den USA rund 70 Prozent. In einigen Ländern wie Deutschland sei der stationäre Autoverkauf gesetzlich ganz untersagt. (Reuters)


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