Deutsche Politiker verurteilen Boris Johnsons Rhetorik nach Brexit

Deutsche Politiker verurteilen Boris Johnsons Rhetorik nach Brexit
Bild von Foto-Rabe auf Pixabay

Beim LSE-Treffen äußerten deutsche Politiker Verwirrung über die Haltung Großbritanniens nach dem Brexit und die Rhetorik Boris Johnsons.

Eine Flut hochrangiger deutscher Politiker, die diese Woche nach Großbritannien gereist sind, hat die harte Rhetorik von Boris Johnson zu Handelsgesprächen verwirrt und verunsichert.

Sie warnen davor, dass das Risiko eines Zusammenbruchs oder eines Brexits ohne Abkommen so hoch ist wie es noch nie zuvor war.

Deutsche EU-Präsidentschaft

Deutschland übernimmt in der zweiten Jahreshälfte die EU-Präsidentschaft und wird maßgeblich dazu beitragen, dass die Europäische Kommission die Gespräche über eine künftige Handelsbeziehung zwischen Großbritannien und der EU bis zum Ende der Übergangsphase im Dezember erfolgreich zum Abschluss bringt.

In der deutschen Politik herrschte Konsens darüber, dass nach dem Brexit ein möglichst enges Verhältnis zu Großbritannien hergestellt werden muss. Hochrangige deutsche Politiker haben sogar eine Reihe von Partnerschaftsangeboten für Großbritannien in den Bereichen Sicherheit, Verteidigung und auswärtige Angelegenheiten ausgearbeitet.

Robert Habeck, Vorsitzender der deutschen Grünen sagte: „Johnson hat erklärt, dass er unter keinen Umständen beabsichtigt, die Verhandlungen nach 11 Monaten zu führen. Eine Verlängerung der Verhandlungen hat er kategorisch ausgeschlossen. Das Risiko eines unregulierten No-Deal-Brexits ist nach wie vor hoch und war vielleicht noch nie höher.“


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