Deutscher LKW-Angriff in Limburg als "Terrorakt" gesehen


Ein Angriff auf Autofahrer in der Weststadt Limburg wird als Terrorismus untersucht, teilten Sicherheitskräfte den deutschen Medien mit.

Am Montag entführte ein Mann einen Lastwagen und pflügte in acht Fahrzeuge, die an einer Ampel warteten. Dabei wurden acht Menschen verletzt. Sieben wurden im Krankenhaus behandelt.
Ein 32-jähriger Verdächtiger wurde festgenommen.
Der aus Syrien stammende Mann lebt seit 2015 in Deutschland.
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ZDF zitierte Quellen mit der Begründung, der Vorfall werde von Ermittlern als “terroristisch” eingestuft, obwohl Innenminister Horst Seehofer am Dienstag sagte, er könne noch nicht sagen, wie der Vorfall eingestuft werde.
Die Polizei durchsuchte am frühen Dienstag eine Wohnung in Langen, südlich von Frankfurt, und sagte, dass dies mit den Ereignissen in Limburg zu tun habe. Sicherheitsquellen berichteten der Nachrichtenagentur DPA, der Verdächtige sei der Polizei wegen Drogendelikten und schwerer Körperverletzung bekannt.
Die Staatsanwaltschaft untersucht auch, ob der Angreifer irgendwelche psychischen Bedenken hatte.
Der Verdächtige werde am Dienstag vor einem Richter erscheinen, berichtet die Frankfurter Neue Presse (FNP).
Der Besitzer des gestohlenen Lastwagens teilte FNP mit, dass er von dem Mann, der die Tür aufgezwungen hatte, aus seinem Fahrzeug gezogen worden war.
“Was willst du von mir?” Der Fahrer sagte, er habe den Mann gefragt. “Er hat kein Wort gesagt. Ich habe ihn noch einmal gefragt und dann hat er mich aus dem LKW gezogen.”
Eine andere Zeugin, Bettina Yeisley, berichtete, sie habe danach mit dem Entführer gesprochen, ohne zu bemerken, dass er den Lastwagen gefahren war.
“Ich habe mit ihm gesprochen. Er blutete aus seiner Nase, seine Hände waren blutig und seine Hose zerrissen. Er sagte, mein ganzer Körper tut weh.” Ich fragte ihn nach seinem Namen und er sagte, er heiße Mohammed “, sagte sie der Zeitung. Andere deutsche Berichte gaben seinen Namen als Omar an.
Marius Hahn, der Bürgermeister von Limburg, sagte, seine Gedanken seien bei den Verletzten und ihren Familien.
Deutschland war nach mehreren dschihadistischen Angriffen in den letzten Jahren in höchster Alarmbereitschaft.
Am tödlichsten war es im Dezember 2016, als ein Mann einen Lastwagen auf einen überfüllten Weihnachtsmarkt in Berlin fuhr und 12 Menschen tötete.
Anis Amri, der Tunesier hinter dem Anschlag, wurde vier Tage später in Italien erschossen.


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