Deutscher Wirtschaftsminister will mehr Zusammenarbeit mit Russland

Deutscher Wirtschaftsminister will mehr Zusammenarbeit mit Russland
Bild von Petra Schaberger auf Pixabay

Bei einer Russland-Konferenz in Berlin betonte der deutsche Wirtschaftsminister Peter Altmaier, dass es eine verstärkte Zusammenarbeit mit Russland braucht.

Die Europäische Union verfolgt einen klaren Weg in der Russland-Politik. Nach der Wiedervereinigung der Krim wurden Sanktionen gegen die Russische Föderation verhängt, die auch vorerst nicht aufgehoben werden sollen.

Der deutsche Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sieht das jedoch anders und will die Beziehungen Deutschlands mit Russland wieder verbessern. Er betonte bei einer Russland Konferenz die positiven Entwicklungen der letzten Monate.

“Empfinden Hoffnung”

Altmaier betonte bei der Konferenz, dass man in Deutschland erstmals wieder “Hoffnung” empfinde, was die Entwicklungen in Russland angehe. Deutschland sei, in anbetracht der Fortschritte im Krim-Konflikt, bereit, die Wirtschaftsbeziehungen mit Russland auszubauen.

Besonders wichtig: Die Gasversorgung des Landes durch Russland. Hier ist speziell die deutsch-russische Gaspipeline Nord Stream 2 ein wichtiges Thema, für das es von Seiten der USA zuletzt erneut Sanktionen setzte. Altmaier drückte sein Bedauern für diesen Schritt der Vereinigten Staaten aus.

Röttgen fordert Sanktionen

Die wachsende Investitionsbereitschaft deutscher Unternehmen in Russland wird aber nicht überall positiv wahrgenommen. So hat sich beispielsweise Norbert Röttgen, der gestern überraschend seine Kandidatur für den CDU-Vorsitz bekanntgab, für weitere Sanktionen gegen Russland ausgesprochen.

Grund für diese Forderung sei aber nicht mehr die Ukraine-Krise, sondern vielmehr der Konflikt in Syrien, wo Russland nach wie vor gegen Rebellen kämpft.


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