Deutschland: Höherer Lohn für Pfleger soll nur der Anfang sein

Bild von andreas160578 auf Pixabay

Die Bundesregierung sieht in einem höheren Mindestlohn ab Juli für Hilfskräfte in der Altenpflege nur einen ersten Schritt für bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege.

„In dieser Corona-Epidemie spüren wir einmal mehr, wie wichtig Pflegekräfte für unsere Gesellschaft sind“, erklärten Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) und Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Mittwoch. „Ihre verantwortungsvolle Aufgabe wollen wir besser honorieren als bisher.“

Der neue Pflegemindestlohn sei dafür ein guter Anfang. Es sei „auch klar, dass die Pflegekräfte für ihren Einsatz während des Corona-Ausbruchs einen Bonus verdient“ hätten. Nach einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ sperren sich aber die Krankenkassen gegen die alleinige Finanzierung einer Corona-Prämie in Höhe von 1500 Euro.

Lohnerhöhung in vier Schritten

Der Mindestlohn für Pflegehilfskräfte soll in vier Schritten bis zum April 2022 auf bundesweit einheitlich 12,55 Euro pro Stunde steigen. Darauf hatte sich Ende Januar die Pflegekommission verständigt. Vom 1. Juli 2020 an sollen Pflegehilfskräfte im Westen und in Berlin mindestens 11,60 Euro pro Stunde erhalten und im Osten 11,20 Euro.

Für qualifizierte Pflegehilfskräfte mit mindestens einjähriger Ausbildung wird ein etwas höherer Mindestlohn erst 2021 eingeführt. Die entsprechende Verordnung über Mindestarbeitsbedingungen in der Pflege soll am Mittwoch vom Kabinett beschlossen werden.

(Reuters)