Deutschland: Mehr als 100.000 Infizierte

Bild von Vektor Kunst iXimus auf Pixabay

In Deutschland ist die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen nach Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) auf über 100.000 gestiegen.

Das RKI meldete am Mittwoch 103.228 bekannte Infektionen. Das ist ein Plus von 4003 Fällen im Vergleich zu Dienstag, als ein Zuwachs von 3834 auf 99.255 Fälle verzeichnet worden war. Die Zahl der Patienten, die nachgewiesen im Zusammenhang mit der durch das Virus ausgelösten Krankheit Covid-19 starben, erhöhte sich um 254 auf 1861 am Mittwoch. Am Dienstag betrug das Plus bei den Todesfällen 173. „Wir stehen immer noch am Anfang dieser Pandemie“, sagte RKI-Chef Lothar Wieler im Deutschlandfunk. „Wir müssen wirklich sehr, sehr vorsichtig sein.“

Wieler verwies bei seiner Mahnung auf die immer noch wachsenden Fallzahlen. „Allerdings hat sich die Steigung etwas abgeflacht, was sicher ein schönes Ergebnis ist.“ Ein Ende sämtlicher Maßnahmen im Kampf gegen den Virusausbruch auf einmal sei dennoch derzeit nicht denkbar. „Ein Exit suggeriert vielleicht, dass man einfach die ganzen Maßnahmen aufhebt und dann so lebt wie vor dieser Epidemie. Ich persönlich kann mir das momentan nicht vorstellen“, sagte Wieler. „Ich kann mir vorstellen, dass es schrittweise bestimmte Änderungen gibt.“ Über das genaue Vorgehen müsse die Politik entscheiden.

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet erklärte im ZDF-Morgenmagazin, es brauche „einen Zeitplan in eine verantwortete, wachsame Normalität“. „Es wird nicht gleich alles werden wie vor der Krise.“ In der Frage einer Maskenpflicht ging der CDU-Politiker auf Abstand zu seinem bayerischen Kollegen Markus Söder von der CSU. „Eine Maskenpflicht für ganz Deutschland sehe ich derzeit nicht“, sagte Laschet. Söder hatte sich für eine schrittweise Lockerung der öffentlichen Beschränkungen unter strengen Auflagen ausgesprochen und eine Maskenpflicht als sehr wahrscheinlich bezeichnet.

(Reuters)