Deutschland: Urlauber sollen besser vor Anbieter-Pleiten geschützt werden

Deutschland: Urlauber sollen besser vor Anbieter-Pleiten geschützt werden
Bild von Steve Buissinne auf Pixabay

Die Bundesregierung will Urlauber besser vor Insolvenzen ihrer Reiseanbieter schützen – negative Beispiele im letzten Jahr als Ausschlag.

Das Kabinett billigte dazu am Mittwoch Eckpunkte, die das Verbraucherschutzministerium ausgearbeitet hat. “Der Fall Thomas Cook hat gezeigt, dass das bestehende System der Kundengeldabsicherung die Gefahr begründet, dass Reisende nicht so entschädigt werden, wie es von der EU-Pauschalreiserichtlinie vorgesehen ist”, sagte Christine Lambrecht als zuständige Ministerin. Auf Basis der Eckpunkte soll nun ein Gesetzentwurf erarbeitet werden.

“Die Absicherung der Kundengelder soll künftig über einen Fonds erfolgen, der sich aus Beiträgen der Reiseveranstalter finanziert”, ergänzte die SPD-Politikerin Lambrecht. “Auf diese Weise wird ein umfassender Schutz der Reisenden sichergestellt.”

Vorgesehen sei auch eine Rückbeförderung von Reisenden. “Im Insolvenzfall soll dann zunächst die jeweilige vom Reiseveranstalter geleistete Sicherheit verwertet werden. Erst danach kann auf den Fondskapitalstock zugegriffen werden, der in der Aufbauphase in einer noch festzulegenden Höhe durch eine zeitlich befristete staatliche Garantie abgesichert wird.” Letzte Sicherheit sollten dann Versicherung bieten.

(Reuters)


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