Strategie: Deutsches Bundesland riegelt sich jetzt komplett ab

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Eines der flächenmäßig größten Bundesländer Deutschlands, Mecklenburg-Vorpommern, riegelt sich angesichts der Krise um das Coronavirus komplett ab.

Um die Ausbreitung des Coronavirus möglichst gering zu halten, greifen viele Staaten zu radikalen Maßnahmen. Von Ausgangssperren bis zu Grenzschließungen, jedes Land hat seine Maßnahmen. Auch innerhalb Deutschlands greifen die einzelnen Bundesländer zu unterschiedlich harten Sanktionen – Mecklenburg-Vorpommern wohl zu den härtesten.

Totaler Einreisestopp

Dazu gehört bei dem Bundesland, das gerne als das „Skandinavien Deutschlands“ bezeichnet wird und eines der flächenmäßig größten in der Bundesrepublik ist, ein totaler Einreisestopp. Zweitwohnsitzbesitzer dürfen nicht zu ihren Häusern oder Wohnungen, Touristen müssen sowieso draußen bleiben. Die Bewohner im Bundesland sollen, wo möglich, daheim bleiben.

Das hat einen Grund: Mecklenburg-Vorpommern hat schon ohne Corona-Krise kein besonders ausgeprägtes Gesundheitssystem. Das liegt auch daran, dass das Bundesland sehr dünn besiedelt ist und die größten Städte, zum Beispiel Rostock, nicht mehr als 250.000 Einwohner haben. Schwerin, die Hauptstadt, hat gerade einmal 100.000 Einwohner. Die weit auseinanderliegenden Städte machen eine flächendeckende Gesundheitsversorgung zusätzlich schwer.

Wirtschaftliche Katastrophe

Für das Bundesland, das ohnehin unter eine Überalterung der Bevölkerung und einer Abwanderung der Jungen leidet, ist die momentane Situation aber keineswegs ideal. Bis zu 60.000 Touristen wären zu Ostern nach Mecklenburg-Vorpommern gekommen – diese Einnahmen fallen nun gänzlich weg.

Die Covid-Statistik gibt dem Bundesland bei seinem Weg aber Recht: Bisher gibt es nur einen einzigen Todesfall in Verbindung mit dem Coronavirus und die Infektionsrate liegt bei einem Drittel der gesamten Deutschen Republik.