Dokument zeigt: Das plant die EU bezüglich der Daten aus Corona-Apps

Dokument zeigt: Das plant die EU bezüglich der Daten aus Corona-Apps
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Die Europäische Union (EU) will nach Reuters-Informationen paneuropäische Regeln für die Handyüberwachung in der Coronavirus-Pandemie durchsetzen.

Es sei notwendig, eine gemeinsame Vorgehensweise bei der Nutzung von digitalen Technologien und Daten zu entwickeln, geht aus einem von Reuters eingesehenen Dokument der Europäischen Kommission hervor. Unkoordinierte und fragmentierte Ansätze schwächten die Wirkung und könnten Grundrechte gefährden.

Viele EU-Staaten – darunter auch Deutschland – arbeiten mit Hochdruck an der Entwicklung sogenannter Tracing-Apps, mit denen Kontaktpersonen von bereits mit Covid-19 Infizierten ausfindig gemacht werden sollen. Auch die Einhaltung von Quarantäne-Regeln kann damit – anonymisiert – überprüft werden. Solche Anwendungen gelten als Voraussetzung, um das öffentliche Leben nach und nach wieder hochzufahren.

Werkzeugkasten von der EU

Nun will die EU den Ländern sowie Datenschützern einen Werkzeugkasten an die Hand geben. Dem Dokument zufolge soll es eine Methodologie geben, um den Nutzen der Handy-Apps, ihre Interoperabilität und ihre Möglichkeiten, Daten über Grenzen hinweg zusammenzuführen, zu bewerten.

Zudem soll kontrolliert werden, ob Datenschutzregeln eingehalten und inwieweit die anonymisierten und aggregrierten Informationen genutzt werden. Zur Pflicht soll es demnach gemacht werden, die Daten zu löschen, wenn die Coronakrise unter Kontrolle ist.

(Reuters)


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