Donald Trump: Biden ist “etwas besser” als tollwütiger Hund


Der Wortkrieg zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem wichtigsten politischen Rivalen Joe Biden könnte bald eskalieren. Zuvor gab es aber eine unterwartete Verteidigung.

Biden gilt als erste Wahl der demokratischen Partei und war in der Vergangenheit häufig das Hauptziel von Trumps Verbalattacken.

Aber einige Beleidigungen gehen – auf den ersten Blick – sogar für Präsident Trump zu weit.

Am Sonntag twitterte Trump eine seltene Verteidigung für Biden – nach einem nordkoreanischen Angriff auf diesen.

Biden beleidigt Würde Kims

Nordkorea hatte Biden beschuldigt, die “Kühnheit zu haben, es zu wagen, die Würde seines Führers, Herrn Kim, zu verleumden”.

“Tollwütige Hunde wie Biden können viele Menschen verletzen, wenn sie herumlaufen dürfen”, hieß es in einer Erklärung der nordkoreanischen Nachrichtenagentur am Donnerstag. “Sie müssen mit einem Stock zu Tode geprügelt werden.”

Die Antwort des Präsidenten am Sonntag enthielt einen Retweet eines konservativen Kommentators über den Angriff Nordkoreas auf Biden.

Trump reagiert via Twitter

Der Tweet von Trump war an “Herrn Vorsitzenden” gerichtet, ein offensichtlicher Hinweis auf Nordkoreas Führer Kim Jong-un.

Der Präsident hielt sich nicht von seinen üblichen Verspottungen gegen seinen US-Rivalen zurück – er nannte ihn “schläfrig und sehr langsam” -, fügte aber hinzu, dass Biden “kein tollwütiger Hund” sei, wie ihn Nordkorea genannt hatte.

“Er ist tatsächlich etwas besser als das”, fügte Trump hinzu und nutzte die Gelegenheit, um zu sagen, dass er derjenige sei, der am besten mit der Situation umgehen konnte.

Wettlauf gegen die Zeit

Kim Jong-un hat Donald Trump bis Ende des Jahres einen Denuklearisierungsvertrag vorgelegt, bevor der nordkoreanische Staatschef einen “neuen Weg” gehen will.

Das “Bis bald” am Ende von Trumps Tweet lässt die Gesprächsbereitschaft der USA mit Nordkorea zur richtigen Zeit anklingen.

Aber Pjöngjang macht es nicht einfach. Die beiden Seiten haben sich nur einmal getroffen, seit Trump und Kim im Juni die Hand geschüttelt haben.

Die Verhandlungen auf Arbeitsebene in Stockholm im Oktober fanden  hinter verschlossenen Türen statt, Nordkorea zeigte sich danach “sehr enttäuscht”.

Die USA und Südkorea haben jedenfalls unlängst beschlossen, ihre jährlichen Luftübungen zu verschieben, um den Gesprächen mit Nordkorea eine Chance zu geben.


Share This