Donald Trump warnt vor „Blutbad“ bei Nichtwahl

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Donald Trump, republikanischer Präsidentschaftskandidat, hat bei einer Veranstaltung in Ohio Bedenken über die Zukunft der amerikanischen Demokratie geäußert, falls er die bevorstehende Wahl im November verlieren sollte.

Das Ende freier Wahlen in den USA?

Trump spekulierte, dass seine Nichtwahl das Ende freier Wahlen in den USA bedeuten könnte und warnte davor, dass schwere negative Auswirkungen für das ganze Land drohen. Konkret bezog er sich auf die Risiken für die amerikanische Autoindustrie, insbesondere im Hinblick auf Chinas Pläne, Autos in Mexiko zu produzieren und dann in den USA zu verkaufen. Sollte er nicht gewählt werden, drohe ein „Blutbad“, so Trump weiter. Ob er sich mit seiner Aussage auf die Risiken für die US-Autoindustrie bezog, war zunächst nicht ganz klar.

Scharfe Reaktionen auf Aussagen

Die Reaktion des Wahlkampfteams von Präsident Joe Biden auf Trumps Äußerungen konzentrierte sich weniger auf die angesprochenen Industrierisiken als vielmehr auf die von Trump hervorgerufene politische Gewalt. Sie kritisierten Trumps Verhalten als Versuch, politische Gewalt zu fördern, und erinnerten an den Angriff auf das Kapitol am 6. Januar 2021. Das Team betonte, dass die amerikanische Öffentlichkeit Trumps Extremismus und Gewaltbereitschaft im November zurückweisen würde.

Mike Pence distanziert sich von Trump

Im Hinblick auf die bevorstehende Wahl zeigen Umfragen, dass Joe Biden und Donald Trump nahezu gleichauf liegen, wobei Trump seinen Rückstand bei nichtweißen Wählern verringern konnte. Interessanterweise hat sich Mike Pence, der ehemalige Vizepräsident unter Trump, von einer Unterstützung Trumps distanziert. Dies verdeutlicht die gespaltene Meinung innerhalb der republikanischen Partei und mögliche Herausforderungen für Trump in seinem Bestreben, erneut zum Präsidenten gewählt zu werden.