Dresden: Sicherheitskräfte am Einbruch in „Grünes Gewölbe“ beteiligt?

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Laut Staatsanwälten werden vier, im Dresdner Königspalast beschäftigte, Sicherheitskräfte wegen ihrer Beteiligung an einem gewaltigen Diebstahl untersucht.

Die Ermittler im deutschen Dresden haben schon lange vermutet, dass der Überfall, der größte seit dem Zweiten Weltkrieg, mit Komplizen von innerhalb des Museums durchgeführt wurde.

Zu den Verdächtigen gehören laut Staatsanwaltschaft zwei Sicherheitskräfte, die am 25. November, als der Diebstahl stattfand, in den frühen Morgenstunden im Dienst waren. Die Ermittler sagten, sie hätten nicht „angemessen reagiert“, als klar wurde, dass ein Einbruch stattgefunden hatte.

Weitere Verhaftungen

Die Staatsanwälte glauben, dass zwei andere Sicherheitskräfte den Dieben geholfen haben könnten. Sie glauben, dass einer, der am 29. November festgenommen wurde, möglicherweise Informationen über die Aufteilung der Räume im Grünen Gewölbe, sowie Informationen zum Sicherheitssystem des Museums weitergegeben hat.

Ein vierter Wachmann, dessen Wohnung von der Polizei durchsucht wurde, wird von Staatsanwälten verdächtigt, sich in das Alarmsystem eingeloggt zu haben. Der Generalstaatsanwalt erklärte: „Die Verdächtigen haben sich kooperativ verhalten und sagten zunächst, sie wollten mit Ermittlern sprechen, haben sich aber anschließend auf ihr Schweigerecht berufen.“

Es wird angenommen, dass sieben Personen an dem Raub beteiligt waren. Das Grüne Gewölbe beherbergt eine der größten Sammlungen von Kunstschätzen in Europa. Der Raub fand statt, nachdem an einer elektrischen Verteilungsstelle ein Feuer ausgebrochen war, das die Stromversorgung und das Alarmsystem des Museums deaktivierte.