Edward Snowden: Überwachungsstaat, den wir jetzt schaffen, wird Corona überstehen

Edward Snowden: Überwachungsstaat, den wir jetzt schaffen, wird Corona überstehen
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Der ehemalige NSA-Mitarbeiter Edward Snowden warnt vor den Tracking-Maßnahmen, die weltweit gegen die Pandemie eingesetzt werden.

Immer mehr Staaten sehen Überwachungsmethoden als Möglichkeit an, um gegen das Coronavirus vorzugehen. Auch in Österreich und Deutschland sowie der Schweiz ist das der Fall.

Für den Edward Snowden sind diese Maßnahmen keineswegs gerechtfertigt. Während eines Interviews beim Copenhagen International Film Festival stellte er die Frage, was Behörden eigentlich davon abhalte, Überwachungsmethoden aufrechtzuerhalten, wenn das Coronavirus besiegt ist.

Er meint, dass Staaten tendieren, Gefahrensituationen in die Länge zu ziehen. Sie würden sich mit ihrer neuen Macht wohl fühlen und sie mögen, warnt Snowden. Plötzlich könnten Notfallmaßnahmen permanent werden – und genutzt werden, um beispielsweise oppositionelle Gruppierungen zu bekämpfen.

“Sie wissen schon, was du im Netz machst. Sie wissen, ob sich dein Handy bewegt. Sie wissen bald vielleicht, wie unser Herzschlag und Puls ist. Was passiert, wenn sie diese Informationen mischen und auch noch künstliche Intelligenz nutzen?”, fragt Snowden offen.

Die Gefahr des Coronavirus will er natürlich nicht bestreiten, jedoch glaubt er, dass Impfungen und Herdenimmunität die Lösung sind, denn Überwachungsmaßnahmen könnten schnell kommen, um zu bleiben.


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