Erdogan: Türkei wird keine syrischen Migranten mehr aufnehmen

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Die Türkei kann eine neue Welle von Migranten aus Syrien nicht bewältigen und „wird die Last nicht alleine tragen“, sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan.

Schätzungen zufolge haben mehr als 3,6 Millionen Flüchtlinge seit Beginn des syrischen Bürgerkriegs 2011, der größten Flüchtlingsbewegung der Welt, in der Türkei Sicherheit gesucht.

Rund 80.000 Flüchtlinge, die vor der Gewalt in der von der Opposition gehaltenen Stadt Idlib im Nordwesten Syriens geflohen waren, seien an die türkische Grenze gereist, teilte Erdogan mit.

„Last nicht alleine tragen“

„In einem solchen Fall wird die Türkei die Last dieser Migration nicht alleine tragen“, sagte Erdogan. „Wenn die Gewalt gegen die Menschen in Idlib nicht endet, wird diese Zahl weiter steigen.“

Der Effekt werde von allen europäischen Ländern, insbesondere von Griechenland, wahrgenommen, fügte Erdogan hinzu.

Mehr als eine Million Syrer, die vor den Kämpfen geflohen sind, haben sich laut Anadolu in der Nähe der türkischen Grenze angesammelt. Es wurden keine Einzelheiten dazu mitgeteilt, ob diejenigen, die aus Idlib geflohen waren, in die Türkei aufgenommen würden.