EU-Kommission: Fokus auf Öko-Landwirtschaft und Bekämpfung von Pestiziden

EU-Kommission: Fokus auf Öko-Landwirtschaft und Bekämpfung von Pestiziden
Bild von Franz W. auf Pixabay

Die Landwirtschaft in der Europäischen Union soll nach dem Willen der EU-Kommission zum Schutz der Umwelt den Einsatz von Pestiziden, antimikrobiellen Wirkstoffen und Düngemitteln deutlich eindämmen.

“Die Coronavirus-Krise hat uns vor Augen geführt, wie verwundbar wir sind und wie wichtig es ist, das Gleichgewicht zwischen menschlichem Handeln und der Natur wiederherzustellen”, sagte der für die Klimapolitik der Brüsseler Behörde zuständige EU-Kommissar Frans Timmermans am Mittwoch in Brüssel.

Nach den Plänen der Kommission soll der Einsatz von Pestiziden bis 2030 halbiert werden. Die Verwendung von Düngemitteln soll bis dann um 20 Prozent verringert sowie der Verkauf von antimikrobiellen Wirkstoffen – wie etwa bestimmten Antibiotika – für Nutztiere und Aquakulturen um 50 Prozent gesenkt werden.

25% Öko-Landwirte?

Der Anteil des Öko-Landbaus soll im Gegenzug auf 25 Prozent steigen. Die EU-Kommission sieht dies auch als Baustein für das Erreichen ihrer Klimaziele, stammen doch rund zehn Prozent des in der EU ausgestoßenen Klimagases CO2 aus der Landwirtschaft.

Während Umwelt-Gruppen die Pläne begrüßten, fürchteten einige landwirtschaftliche Gruppen indes, dass ein weites Verbot von Pestiziden zu sinkenden Ernteerträgen führen könnte. Sie fordern die Kommission auf, die Auswirkungen der Maßnahmen weiter zu bewerten, bevor Ziele endgültig festgezurrt werden. Die Ziele sind noch nicht verbindlich, EU-Parlament und EU-Rat müssen noch zustimmen.

(Reuters)


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