EU: Spanien und Italien sollen künftig mehr Geld aus Budget erhalten

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Die EU-Kommission will einem internen Dokument zufolge Corona-Hilfen mit dem künftigen Mittelfrist-Haushalt der Europäischen Union verknüpfen.

So soll es möglich werden, dass besonders stark von der Pandemie betroffene Staaten wie Italien und Spanien mehr Gelder erhalten. Der EU-Haushalt für die Jahre 2021 bis 2027 wird momentan verhandelt, was besonders schwierig ist, weil nach dem Brexit die Beiträge Großbritanniens fehlen.

Laut dem Dokument, das die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag einsehen konnte, sollen sogenannte Kohäsionsfonds beim Verteilen der Corona-Hilfen eine wichtige Rolle spielen. Diese Mittel zur Angleichung der Lebensverhältnisse in der EU sind zusammen mit der Unterstützung von Landwirten schon jetzt die größten Posten im EU-Haushalt.

Merkel wohl einverstanden

Die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Länder sollen sich mit den Vorschlägen am 23. April bei einer Videokonferenz beschäftigen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte zuletzt schon gesagt, den geplanten Wiederaufbaufonds nach der Corona-Krise mit den Verhandlungen über den EU-Haushalt verknüpfen zu wollen. Details dazu nannte sie allerdings nicht.

(Reuters)