EU will für Corona-Impfstoff Vorschriften lockern

EU will für Corona-Impfstoff Vorschriften lockern
Photo by Hyttalo Souza on Unsplash

Die EU will die Entwicklung eines Corona-Impfstoffes beschleunigen und dafür Vorschriften für Arzneimitteln mit gentechnisch veränderten Organismen vorübergehend lockern.

EU-Beamte sagten am Mittwoch, es gebe vielversprechende Impfstoffe, die gegen das Coronavirus entwickelt werden. Sollten die Vorschriften aber nicht gelockert werden, könnte es zu Verzögerungen bei europäischen Studien kommen. Der Vorschlag, der von EU-Regierungen und Gesetzgebern unterstützt werden muss, wäre aber nur während des Virus-Krise gültig.

Die EU-Kommission schlägt zudem lockerere Vorschriften für die Sprach- und Verpackungsanforderungen von Arzneimitteln und Impfstoffen vor, um deren rasche Verbreitung während der Pandemie zu erleichtern.

Bereits Test an Menschen

Weltweit forscht die Pharmaindustrie an Medikamenten gegen das neuartige Coronavirus. Eine ganze Reihe von Impfstoffprojekten wird bereits am Menschen getestet. Die Tübinger Biotechfirma CureVac startet Insidern zufolge als zweites Unternehmen hierzulande nach dem Mainzer Konkurrenten BionTech eine klinische Studie mit einem potenziellen Impfstoff.

Die EU-Mitgliedsstaaten hatten zuletzt die Europäische Kommission beauftragt, in ihrem Namen über den Kauf erfolgsversprechender Corona-Impfstoffe zu verhandeln. Sie befürworten einen Plan der Kommission, einen mit 2,4 Milliarden Euro gefüllten Fonds für den Kauf zu verwenden. Deutschland, Frankreich, Italien und die Niederlande führen bereits separate Gespräche mit Pharmaunternehmen über Impfstoffe.

(Reuters)


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