EU: Zahl der Asylanträge gesunken – Deutschland auf Platz 2

EU: Zahl der Asylanträge gesunken – Deutschland auf Platz 2
Pixabay.de

Die Zahl der Asylanträge ist in der Europäischen Union einschließlich der Schweiz und Norwegen in den ersten vier Monaten zurückgegangen.

Das berichtet die Zeitung “Welt” unter Berufung auf bisher unveröffentlichte Zahlen der EU-Asylbehörde EASO, die dem Blatt vorliegen. Demnach stellten von Anfang Januar bis Ende April insgesamt 164.718 Personen einen Asylantrag – ein Minus von 25 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum mit 221.207 Anträgen.

Deutschland wurde an der Spitze der Zielländer im Vorjahr abgelöst: Die meisten Asylanträge wurden mit 37.471 in Spanien gestellt – und zwar von Migranten aus Kolumbien, Venezuela und Honduras. Auf Platz zwei liegt Deutschland mit 33.714 Asylbewerbern, darunter 23 Prozent von Syrern, 9,3 Prozent von Irakern und 7,7 von Afghanen.

Estland als Schlusslicht

Dahinter liegen Frankreich (28.710), Griechenland (21.153) und Italien mit lediglich 8025 Anträgen. Schlusslicht ist Estland mit 19 Asylsuchenden in diesem Jahr. Im Zuge der Virus-Pandemie warnte EASO, dass mittelfristig wieder deutlich mehr Flüchtlinge nach Europa kommen könnten.

Zuletzt habe es wegen der Reisebeschränkungen zur Eindämmung des Virusausbruchs zwar im März nur etwa halb so viele Asylanträge gegeben wie im Februar. Aber COVID-19-Ausbrüche im Nahen Osten und Nordafrika könnten zu Lebensmittelknappheit führen, die Sicherheitslage destabilisieren und damit letztlich militärische Gruppen wie den IS stärken. Dies wiederum könnte mittelfristig zu einem “Anstieg der asylbezogenen Migration” führen.

(Reuters)


Share This