Facebook kämpft gegen Coronavirus-Gerüchte

Facebook kämpft gegen Coronavirus-Gerüchte

In den Sozialen Medien machten sich zuletzt wilde Verschwörungstheorien und Fake-News zum Coronavirus breit. Facebook will nun dagegen vorgehen.

Bereits 100 Fälle einer Ansteckung mit dem Coronavirus sind per Stichtag Freitag mittags außerhalb Chinas bekannt geworden; bisher gibt es aber keine Todesfälle in anderen Ländern. Die Krankheit war zuerst in der Stadt Wuhan in der chinesischen Provinz Hubei aufgetreten – die gesamte Region ist bereits hermetisch abgeriegelt.

Wer ist schuld?

Nachdem unter anderem Lufthansa und AUA keine Flüge mehr durchführen und auf einem italienischen Kreuzfahrtschiffe rund 6000 Passagiere ausharren mussten, macht sich teilweise Panik breit. Vor allem über Soziale Medien werden dabei auch obskure Verschwörungstheorien über die Herkunft des Virus verbreitet. Während die alte Formel von Geheimdiensten nicht fehlen darf, werden unter anderem auch der neue Mobilfunkstandard 5G oder US-Biowaffenangriffe als Gründe aufgezählt. Ebenso wurden bereits der US-Milliardär Bill Gates oder Pharmakonzerne als mögliche Verursacher genannt. Fakt ist aber: Der Coronavirus ist offenbar erstmals in Wuhan von Tieren auf Menschen übergesprungen; möglicherweise sind dafür Fledermäuse verantwortlich.

Dubiose Gegenmittel

Im Zuge der Panikattacken in Sozialen Medien kursiert aber auch Schlimmeres als krude Theorien: In dubiosen Anzeigen und Artikeln wird für seltsame Gegenmaßnahmen geworben bzw. berichtet. So hieß es zum Beispiel, die Einnahme von Bleichmittel könnte eine Ansteckung verhindern. Auch Esoteriker, Schamanen und Wunderheiler haben den Virus als Möglichkeit entdeckt, ein wenig Umsatz zu schaffen. Nun hat aber Facebook reagiert: Der US-Konzern, der wegen seiner Einflussnahme in politische Abläufe ohnehin in der Kritik steht, will nun rigoros gegen solche Fake News und gefährlichen Werbetricks vorgehen. Sie sollen aufgespürt und von der Plattform genommen werden, heißt es.


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