Facebook muss sich bei China entschuldigen

Facebook muss sich bei China entschuldigen
Foto von Glen Carrie on Unsplash

Das soziale Netzwerk hatte den chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping als “Drecksloch” bezeichnet.

Dass es auf Facebook nicht immer fein zugeht, ist längst bekannt. Doch die Meldungen, die auf Facebook-Seiten von Organisationen und Personen aus Myanmar erschienen waren, waren dann doch zuviel des Guten: Dort wurde der chinesische Staatspräsident Xi Jinping als “Shithole”, auf deutsch ungefähr mit “Drecksloch” übersetzt, bezeichnet. So hieß es dann in einer offiziellen Regierungserklärung beispielsweise, “Herr Drecksloch kommt morgen auf einen Staatsbesuch.”

Keine Satire-Aktion

Dahinter steckten allerdings keine anti-chinesischen NGOs oder eine Satire-Aktion. Vielmehr hat sich Facebook die peinliche Panne selbst zuzuschreiben: Ein automatisches Übersetzungstool hat aus dem Namen von Xi Jinping im Birmanischen (die Sprache von Myanmar) einfach im Englischen das “Shithole” gemacht. Facebook, das zuletzt immer wieder in die Kritik gekommen war, musste sich nun bei der chinesischen Regierung entschuldigen.

Shithole aus Algorithmus

Was bleibt, ist die Frage, weshalb ein Schimpfwort wie “shithole” überhaupt von den Facebook-Algorithmen als passend eingestuft werden konnte. Und das auf einer Plattform, bei der sonst ein angeblich sauberes Bild ganz wichtig ist.


Share This