Flüchtlingsansturm: Schließt Deutschland seine Grenzen?

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Der deutschen Bundesregierung bereitet die Flüchtlingsproblematik dieser Tage wieder Kopfzerbrechen – einige Vertreter fordern nun Grenzschließungen.

Tausende Flüchtlinge und Migranten warten derzeit an der EU-Außengrenze in Griechenland auf eine Einreise in die Union. Griechenland wehrt sich derweil mit allen Mitteln gegen eine Masseneinwanderung und wird auch Hilfe der anderen EU-Staaten bekommen – bis zu 700 Millionen Euro.

Die deutsche EU-Chefin Ursula von der Leyen bezeichnete Griechenland gar als „Schutzschild Europas“ und bedankte sich für den Einsatz. Unterdessen wird in Deutschland bereits darüber verhandelt, was bei einem Flüchtlingsansturm passieren würde.

Keine Szenen wie 2015

Fakt ist: Die deutsche Bundesregierung möchte chaotische Zustände wie bei der ersten Flüchtlingswelle im Jahr 2015 unbedingt vermeiden. Damals reisten rund 890.000 Flüchtlinge und Migranten nach Deutschland ein – das System versagte. Kurze Zeit später wurde der Flüchtlingsdeal mit der Türkei besiegelt, der jetzt eben nicht mehr gültig ist.

Für einige Unionsvertreter (CDU/CSU) ist daher klar: Deutschland muss, wenn die EU-Außengrenze nicht dicht hält, die eigenen Grenzen schließen. Thorsten Frei, Unionsvorsitzender, sprach von „engmaschigeren Kontrollen und Zurückweisungen“, Innenminister Horst Seehofer gar von geschlossenen Grenzen.

Kanzlerin Angela Merkel und der Innenminister würden aber, so Seehofer, eng miteinander arbeiten und alles tun, um Szenen wie 2015 zu verhindern. Grüne, Linke und SPD hingegen forderten, dass Flüchtlinge aufgenommen werden.