Frankreich: Emmanuel Macron muss Krise um Rentenreform entschärfen

Frankreich: Emmanuel Macron muss Krise um Rentenreform entschärfen
Bild von Kerstin Riemer auf Pixabay

Emmanuel Macron wird gezwungen sein, sich in seiner im Fernsehen übertragenen Neujahrsansprache am Dienstag zu Frankreichs anhaltendem Streik zu äußern.

Die Transportstopps dauern voraussichtlich eine fünften Woche an und werden zu größeren Störungen in der Ferienzeit und im Januar führen.

Der französische Präsident, der die Überarbeitung des Rentensystems des Landes zu einem wichtigen Wahlversprechen gemacht hat, hat es bisher unterlassen, persönlich einzugreifen. Sein Ministerpräsident Edouard Philippe hat sich mit der täglichen Reaktion auf die Krise befasst.

Fernsehrede zur Beruhigung

Aber als Parolen unter linken Demonstranten bei einem Straßenprotest in Paris an diesem Wochenende lauteten: “Macron, Ihr Schweigen bringt uns um”, sagten Beamte von Elysée gegenüber den französischen Medien, dass die Fernsehrede von Macron am 31. Dezember darauf abzielen würde, die Spannungen zu beruhigen.

Er dürfte Sympathien für die vielen Menschen zum Ausdruck bringen, deren Reisepläne gestört wurden, das verfassungsmäßige Streikrecht anerkennen und zum Dialog aufrufen.


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