Fußballfans haben erhöhtes Herzinfarkt-Risiko

Fußballfans haben erhöhtes Herzinfarkt-Risiko
Photo by Vienna Reyes on Unsplash

Eine neue Studie aus England zeigt: Fußballfans, die ihrem Team zusehen, haben ein erhöhtes Risiko, eine Herzattacke zu bekommen.

Wer einen Fußballklub unterstützt, hat es wohl schon geahnt: Die nervliche Belastung kann einfach nicht gesund sein! Und nun unterstützt eine Studie der Universität von Oxford (Vereinigtes Königreich) genau diese Vermutung: Fußballfans, die bei Spielen ihres Lieblingsklubs zusehen, haben ein erhöhtes Risiko, einen Herzinfarkt zu bekommen. Genauer gesagt wurden stark erhöhte Werte des Hormons Cortisol gemessen, das wiederum den Blutdruck erhöhen und die Belastung des Herzens steigern kann. Die Studie wurde im Fachjournal “Stress and Health” (Stress und Gesundheit) vor kurzem veröffentlicht und hat in der Fachwelt einiges Aufsehen erregt.

Männer und Frauen: Kein Unterschied

Die Tests dazu wurden schon während der Weltmeisterschaft 2014 durchgeführt, dabei wurden 40 Fans genauer untersucht – und zwar vor, während und nach den Live-Spielen “ihrer” Mannschaften. Das Ergebnis: Der Cortisol-Spiegel ist stark gestiegen – und zwar bei Männern und Frauen in ähnlicher Weise. Es stimmt also keineswegs, dass vor allem Männer den Fußball allzu ernst nehmen…

Das geht aufs Herz

Und je stärker man mit einem Team mitfiebert, desto “gefährlicher” wird es. Wenn als der Lieblingsklub in einem Derby gegen den Erzrivalen antritt, geht das im wahrsten Wortsinn aufs Herz. Die gute Nachricht für eingefleischte Fans (die zum Beispiel die Deutsche Bundesliga verfolgen oder auf die Euro 2020 hoffen): Im Laufe eines Spiels beruhigt sich der Köprer; die Gefahr einer Herzattacke sinkt – dafür sind laut den Oxforder Forschern auch die Tätigkeiten der Fans verantwortlich, die diskutieren, tratschen und scherzen. Also: Nicht allzu ernst nehmen, das Ganze (was leichter gesagt ist als getan).


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