Gewalt in Paris bei landesweiten Protesten gegen Rentenreform

Gewalt in Paris bei landesweiten Protesten gegen Rentenreform
Bild von WikimediaImages auf Pixabay

Als Auftakt zum Aktionstag wurde der Strom von tausenden Haushalten durch wütende Demonstranten absichtlich gekappt – in Paris eskalierten Proteste.

Die Polizei hat Tränengas abgefeuert und Demonstranten in der Pariser Innenstadt festgenommen, als Hunderttausende Demonstranten im ganzen Land eine Demonstration gegen die umstrittenen Pläne der Regierung zur Rentenreform veranstalteten.

Die Gewalt brach am Place de la Nation, einem der größten Plätze von Paris, aus, als die Bereitschaftspolizei versuchte, die Demonstranten zu zerstreuen.

Die Polizei sagte, sie hätten Angriffe ausgeführt, nachdem sie unter einen Hagel von Pflastersteinen und Raketen geraten waren. Bis zum späten Nachmittag gab es 27 Festnahmen.

Hunderttausende Demonstranten

Die französischen Behörden gaben an, am Dienstag seien 615.000 Demonstranten auf den Straßen Frankreichs gewesen, etwas weniger als am ersten Aktionstag am 5. Dezember. Die Gewerkschaften schätzte, dass die endgültige Zahl näher an 1 Million Menschen liegen dürfte.

Zum Auftakt des Aktionstages haben die Mitarbeiter des französischen Stromnetzbetreibers RTE am Montagabend bewusst die Versorgung von Zehntausenden Haushalten im Südwesten des Landes eingestellt.

Berichten zufolge wurden bis zu 50.000 Häuser in der Gironde kurzzeitig im Dunkeln gelassen. Später fuhren in Paris nicht einmal mehr die Hälfte der öffentlichen Verkehrsmittel.


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