Gibt es „Baby-Fabriken“, um Menschenhandel zu fördern?

Bild von Lisa Rigoni auf Pixabay

Wilde Nachrichten aus Nigeria: Angeblich soll es eigens geschaffene Fabriken geben, in denen Kinder gezeugt werden, um das Geschäft mit der Adoption anzukurbeln.

Diese Nachrichten schocken momentan die Welt: In der Unterwelt der nigerianischen Hauptstadt Lagos soll es ein neues, besonders grausames, Geschäftsfeld geben. Konkret geht es um das Geschäft mit der Adoption von Kindern – die Beschaffenheiten sollen dramatisch sein.

Gibt es Baby-Fabriken?

Das wildeste Gerücht besagt folgendes: Es gibt eigene „Baby-Fabriken“, die dazu dienen, Kinder zu zeugen und damit den Menschenhandel voranzutreiben. Immer wieder sollen auch Babys entführt und anschließend verkauft werden.

Eine Zeugin berichtet vom Vorgehen der Kriminellen: Eine Frau, die sich als Kundin in ihrem Geschäft ausgab, entführte das Baby der Zeugin und brachte es zu den Menschenhändlern. Gefunden wurde das Kind erst zwei Monate später von der Polizei, 600 Kilometer entfernt von zu Hause, in einer der besagten „Baby-Fabriken“.

Offenbar kein Einzelfall

Zahlreiche Kleinkinder seien so gefunden worden, manche erst vor kurzem geboren, andere etwas älter und offensichtlich entführt. Auch von Vergewaltigungen und erzwungenen Schwangerschaften ist die Rede.

Menschenrechtsorganisationen fordern eine strengere Verfolgung durch die Behörden und härtere Strafen, sowohl für die Täter, als auch für Käufer. Diese sollen teilweise aus Europa kommen.