Griechenland: „Schwimmende Schutzsysteme“ gegen Flüchtlinge

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Griechenland will mit neuen Methoden verhindern, dass weitere Flüchtlingsströme über das Mittelmeer auf griechischen Inseln landen.

Auf den griechischen Inseln herrschen derzeit chaotische Zustände. Der Grund: Die Bewohner wehren sich gegen die Errichtung neuer Flüchtlingslager. Besonders betroffen sind die Inseln Chios und Lesbos.

Um den Flüchtlingsströmen Einhalt zu gebieten möchte die Regierung in Athen jetzt aber auch zu ungewöhnlichen Maßnahmen greifen, um den Zustrom schon im Mittelmeer unterbinden.

Netze und Barrieren

Konkret will man im Mittelmeer „schwimmende Schutzsysteme“ errichten, sagt das griechische Verteidungsministerium. Eine entsprechende Ausschreibung wurde bereits veröffentlicht, Firmen sollen sich mit ihren Ideen zu Schutzsystemen bewerben.

Dabei soll es sich um „Netze oder Barrieren“ mit einer Länge von ungefähr drei Kilometern handeln, die bei Bedarf aufgezogen werden können. Flüchtlinge, die aus der benachbarten Türkei nach Griechenland kommen wollen, sollen dann bereits im Mittelmeer abgefangen werden.