Großbritannien verheimlichte 75.000 Straftaten von Ausländern

Großbritannien verheimlichte 75.000 Straftaten von Ausländern
Bild von Devanath auf Pixabay

Beamte befürchteten eine „Reputationsbeeinträchtigung“ durch Fehler, bei denen Einzelheiten zu Straftaten von Ausländern nicht weitergegeben wurden.

Das Vereinigte Königreich hat es versäumt, die Details von 75.000 Verurteilungen ausländischer Krimineller an seine EU-Heimatländer weiterzugeben.

Der Skandal wurde außerdem aus Angst vor einer Schädigung des Ansehens Großbritanniens bisher verschwiegen.

EU-Staaten wurden nicht gewarnt

Der Computerfehler der britischen Polizei blieb fünf Jahre lang unentdeckt, was bedeutet, dass jede dritte Warnung zu Tätern – möglicherweise Mördern und Vergewaltigern – nicht an die EU-Mitgliedstaaten gesendet wurde.

Die Behörden in den EU-Ländern wurden nicht über die begangenen Straftaten ihrer Landsleute informiert. Da die Einzelheiten nicht weitergegeben wurden, hätten gefährliche Straftäter ohne Probleme in ihre Heimatländer zurückreisen können.

Die Enthüllung geht den entscheidenden Verhandlungen mit der EU über die künftigen Sicherheitsbeziehungen mit Großbritannien voraus, wobei der Ruf Großbritanniens als vertrauenswürdiger Partner nun ernsthaft in Frage gestellt wird.


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