In Suhl: Asylwerber wehren sich gegen Corona-Quarantäne

In Suhl: Asylwerber wehren sich gegen Corona-Quarantäne
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Polizei rückt mit Großaufgebot in Flüchtlingsheim an.

533 Bewohner stehen seit Freitag unter Quarantäne, weil einer von ihnen sich mit dem Coronavirus infiziert hatte. Der überwiegende Teil reagierte gelassen auf die Maßnahme, doch eine kleine Gruppe randalierte und wehrte sich.

Polizei beruhigte die Situation schnell

Schon am vergangenen Wochenende hatten einige Bewohner der Einrichtung versucht, das Gebäude zu verlassen und laut Polizei Gegenstände in Richtung der Einsatzkräfte geworfen. Etwa 20 Personen verbarrikadierten am Montag teilweise den Weg zur Kantine, wie die Polizei am Dienstag mitteilte.

Sie hätten Kinder vor sich positioniert, um die Polizei auf Distanz zu halten. Den Polizisten sei es jedoch gelungen, die Situation durch Gespräche zu entschärfen. Inzwischen hat sich die Lage beruhigt.

Zeugenaussagen, wonach einige der Männer islamistische Symbole und eine islamistische Fahne zeigten, würden derzeit überprüft, hieß es. In diese Ermittlungen sei auch der Staatsschutz eingebunden.

Keine weiteren Personen sollen aufgenommen werden

Aufgrund der aktuellen Situation sollen aktuell keine weiteren Bewohner mehr aufgenommen werden. Die Bundesregierung hat noch nicht entschieden, ob Ausländern, die in Deutschland Asysl beantragen wollen, unter dem seit Montag geltenden Grenzregime noch die Einreise gestattet werden soll.

Die Beratungen dazu laufen noch, das berichtet die Deutsche Presseagentur.


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