Innenminister bestätigt: Hanau-Attentäter war Rechtsextremer

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Der von den Medien als Tobias Rathjen identifizierte Angreifer sagte im Vorfeld, er sei unter der Kontrolle der Gedankenleser des Geheimdienstes.

Der Schütze, der in der hessischen Stadt Hanau neun Menschen getötet und anschließend auch sich und seine Mutter hingerichtet hat, wurde als der 43-jährige Tobias Rathjen identifiziert.

Der Innenminister von Hessen, Peter Beuth, bestätigte in einer Stellungnahme darüber hinaus das Motiv des Attentäters: Hass auf ethnische Minderheiten. Das ging aus einem Bekennerschreiben und einem Video hervor, das der Attentäter in seiner Wohnung zurückgelassen hatte.

Offenbar kein Netzwerk

Derzeit gibt es keinen Hinweis darauf, dass Rathjen Teil eines breiteren organisierten Netzwerks war. Das hessische Innenministerium sagte am Donnerstag, der Schütze sei nicht auf dem Radar der Polizei oder der Geheimdienste gewesen.

Auf seiner persönlichen Website, die in den Stunden seit dem Angriff offline geschaltet worden zu sein scheint, hatte Rathjen einen 24-seitigen Text hochgeladen, in dem er seine Lebensgeschichte erzählt.

Während die Erklärung seine Absicht, einen Terrorakt durchzuführen, nicht ausdrücklich ankündigt, gibt es lange Passagen, in denen Rathjen gegen ethnische Minderheiten in Deutschland schimpft und ankündigt, dass Menschen bestimmter afrikanischer, asiatischer und nahöstlicher Herkunft „vollständig vernichtet“ werden müssen.