Insasse machte im Gefängnis 1 Million Dollar

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Ein 24-jähriger Mann, der mehrere Jahre in einem nigerianischen Hochsicherheitsgefängnis saß, konnte mit Komplizen einen internationalen Betrug durchführen. Er verdiente so wohl rund 1 Million Dollar.

Hope Olusegun Aroke wurde vor vier Jahren wegen Betrugs verurteilt und nach seiner Verurteilung in einem Hochsicherheitsgefängnis in Lagos festgehalten.

Während seiner Haft arbeitete er mit Komplizen zusammen und konnte so Opfer aus verschiedenen Ländern über das Internet betrügen.

Fehler im Strafvollzug

Während der Zeit im Gefängnis wurde er wegen einer unbekannten Krankheit ins Krankenhaus gebracht. Statt danach ins Gefängnis zurückzukehren, ging er in Hotels, wo er seine Frau und seine Kinder traf und sogar an gesellschaftlichen Veranstaltungen teilnahm.

„Voruntersuchungen ergaben, dass der Verurteilte gegen die gängige Praxis in dem betroffenen Gefängnis, Zugang zu Internet und Mobiltelefon hatte“, sagte die Strafkommission. „Der Umstand, dass er ins Krankenhaus eingeliefert wurde und wer ihm bei den Bewegungen vom Krankenhaus in die Hotels geholfen hat, wird bereits untersucht.“

Wilson Uwujaren, ein Sprecher der Wirtschafts- und Finanzkriminalitätskommission, sagte, er könne nicht versichern, dass Gefängnisbeamte für die Freiheiten des Gefangenen nicht bezahlt wurden.

Mehrere Konten im Gefängnis

Um seine illegale Masche durchzuführen, benutzte Aroke einen falschen Namen und eröffnete so zwei Konten. Er kaufte auch Häuser in noblen Vierteln und eine Reihe von Luxusautos, die im Namen seiner Frau zugelassen waren, teilten die Behörden mit.

„Der Verurteilte war auch im Besitz des Bankkontos seiner Frau im Gefängnis, mit dem er Gelder frei überweisen konnte“, sagte die Kommission.

Aroke wurde 2012 nach seiner Rückkehr aus Malaysia wegen Internetbetrugs verhaftet. Er sei damals die „Pfeilspitze eines komplizierten Netzes von Internetbetrugsprogrammen“ gewesen.

Bei dem jüngsten Betrug zielte er auf Opfer in verschiedenen Ländern ab, sagte Uwujaren. Er lehnte es ab, Angaben zu den Ländern zu machen, und führte ermittlungstaktische Gründe als Ursache für das Schweigen an.