Integrationsbeauftragte: „Rechtsextremismus größte Gefahr in Deutschland“

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In Berlin steigt dieser Tage der deutsche Integrationsgipfel im Zuge dessen hohe politische Personen über die derzeitige Problematik sprachen.

Im deutschen Kanzleramt in Berlin steigt derzeit der Integrationsgipfel. Geladen sind hochrangige Vertreter diverser Gruppen, darunter auch hohe Politiker wie die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und der Innenminister Horst Seehofer.

Merkel nutzte die Gunst der Stunde gleich zu Beginn, um einen friedlichen gesellschaftlichen Diskurs einzufordern und aufkeimenden Rassismus zu verurteilen. Die Kanzlerin erinnerte an die Opfer des rechtsextremen Anschlages von Hanau und drückte ihr Bedauern dafür aus, dass man von Seiten der Regierung „die Tat nicht stoppen konnte“.

„Rassismus erkennen und bekämpfen“

Ebenfalls zu Wort kam die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz von der CDU. Sie gab klar zu verstehen: „Rechtsextremismus ist derzeit die größte Gefahr in Deutschland.“ Man müsse Rassismus erkennen, bennenen und bekämpfen bevor es zu spät ist, so Widmann-Mauz weiter.

Beim Integrationsgipfel geht es in diesem Jahr vor allem um die Frage, was Migranten wissen sollten, bevor sie nach Deutschland kommen. Arbeitsmigranten sollen auf Wunsch der Bundesregierung, bereits in ihrem Heimatland bestimmte Fähigkeiten erlernen – darunter auch die deutsche Sprache.

Im Jahr 2018 hatten 25,5% der deutschen Bevölkerung einen Migrationshintergrund. In Westdeutschland waren es 28,6%, in Ostdeutschland nur 8% der Menschen.